Outi presents Oriental Dance Music

Al Amoura

CDOuti Die finnische Tänzerin Outi kennen einige bestimmt schon aus der Technik-Video Reihe von Raqia Hassan (Vol. 8). Seit 2005 tanzt Outi professionell in Kairo und hat eigentlich eine eigene Band, aber sie kennt die Not vieler Tänzerinnen, gute Musik zu finden. So kam es zur Produktion einer der - meiner Meinung nach - besten CDs ägyptischer Tanzmusik seit langem. Anders als bei vielen Tonträgern gefallen hier nicht nur ein oder zwei Stücke - jeder Song für sich hat etwas Besonderes und lädt umgehend dazu ein, sich in Bewegung zu versetzen. Outi hat zusammen mit Aida Nour daran gefeilt, die Aufnahmen so zu gestalten, dass gerade Tänzerinnen den größten Benefit der CD haben - interessante Choreografien werden möglich, wunderschöne Harmonien entstehen und diverse Akzentuierungsmöglichkeiten sind gegeben. Darüber hinaus bekommt man nicht nur über den "Klappentext" einen Eindruck davon, worum es in den Liedern geht, sondern es gibt auf Outi's Homepage auch zu allen gesungenen Stücken die Texte - sowohl in Englisch zum Verständnis als auch in arabischer Umschrift zum Mitsingen.

 

Al Amoura (5:08) ist ein lebendiges, klassisches Eingangsstück mit mehreren Rhythmuswechseln, das die Aufmerksamkeit des Publikums schnell auf die Tänzerin lenken dürfte. Ein Om Kalthoum-Klassiker ist durch Ya Msaharni (6:17) vertreten, modern und stimmig arrangiert. Ana Kull Magul El Toba (4:19) - eine Aufnahme mit Suchtpotential! Das Lied (eigentlich schon älter und ursprünglich von Abdel Halim Hafez) scheint derzeit generell recht populär zu sein, denn auch Dina und Randa hatten 2006 dazu bei ihren Bühnenshows getanzt. Cocktail Iskanderany (6:25) ist ein zweigeteiltes Potpourri aus alexandrinischen Liedern, das sich gut für ein Tänzchen mit der Melaya eignet. Wiederum ein Ohrwurm ist der Filmsong En Rah Minnik Ya Ain (4:35) - eine frische Melodie und der Text (besonders das kecke Ende, das Outi extra hat ändern lassen) laden umgehend dazu ein, hierzu ein raffiniertes Tänzchen zu kreieren. Das nächste Stück (5:03) hat einen Saidi-Anfang mit "A Ya Walady" und geht dann nach einem kurzen Accordeon-Balady in El Helwa Dair Shibbakha über. Der eigentliche Balady (4:35) ist spannend und kurzweilig aufgebaut (Einleitung mit Gesang, kurzes Tabla-Solo, dann das Accordeon-Solo) und besticht durch einige sehr harmonische Sequenzen im Accordeonteil. Ein Tabla solo (3:58) und das Finale von Al Amoura (0:25) runden die CD ab.

Bleibt nun die Schwierigkeit, sich sein Lieblingsstück zu wählen. Helfen kann ggf. Bellydancestore - hier gibt es die CD und Ausschnitte jedes Liedes zum Probehören.

 

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